Das Fischezeitalter

Fischezeitalter

Fast jeder von uns kennt den Fisch als urchristliches Symbol. Mit dem Erscheinen von Christus begann das sogenannte Fischezeitalter. Es endete offiziell 2012 und läutete das folgende Wassermannzeitalter ein. Obwohl, energetisch gesehen, viele Strukturen aus diesem Zeitalter bereits nicht mehr existieren, halten viele Menschen immer noch an den alten Konzepten fest. Doch worum geht es hier genau ?

Haupt”bestandteil” des  Fischezeitalters waren die Religionen mit ihren verschiedenen Auswüchsen wie Schuld, Erlösung, Karma, Wiedergeburt, der Glaube an etwas ‘höheres”, Engel oder Geistwesen, die über uns stehen, die Macht der Sterne, Leid, Krankheit (als Bestrafung), Tod, und auch modernere Bereiche wie positives Denken, Erfolgswünschen, Vergebung, Loslassen, sowie die Trennung von Körper und Seele. Auf der weltlichen Ebene finden wir Trends und Narkotisierung.

 

Der Gegenpol

In jedem Zeitalter existiert immer auch ein Gegenpol, der es den Menschen ermöglicht, Objektivität zu erlangen und Dinge zu erkennen. Er fungiert auch als Ausgleich, damit wir nicht einseitig werden. Hier finden wir alle Gegensätze wie gut-schlecht, richtig-falsch usw. und die daraus resultierenden Urteile und (verallgemeinernden)Bewertungen, Erwartungen, Perfektionismus (reinigen-bearbeiten-analysieren-klären), Wissenschaft (Ordnungsdenken) und Krisen.

Die meisten von uns werden sich mit mindestens einem der aufgezählten Punkte identifizieren können oder sich jetzt vielleicht fragen, was daran denn schlecht sei.. Genau genommen garnichts, was sich jedoch momentan verändert, ist die Bedeutung dieser Themen für uns persönlich.

 

Die Religionsebene

Die verschiedenen Religionen der Erde hatten in erster Linie die Funktion, uns geistige Haltepunkte zu setzen und uns zu spiegeln, dass es etwas Göttliches gibt, was auch wir in uns tragen, entdecken und verwirklichen können. Doch anstatt die eigene Göttlichkeit zu erfahren, habe viele von uns das “Spiel” verändert, indem sie eine Hierarchie erschufen, in der sie sich möglichst klein fühlen konnten. Man ist dabei, energetisch gesehen, immer einem fiktiven Zustand hinterher, den man erreichen könnte oder sollte, es aber nie schafft. Ein Beispiel dafür ist die Opferrolle, aus der heraus wir passiv wurden und mit dem Finger auf die bösen Mächtigen zeigten, anstatt uns selbst zu ermächtigen. Die Wut, die dabei entstand, hatte einzig den Zweck, uns die Energie zu liefern, um uns daraus zu befreien. Manche verharrten auch in der Passivität und beteten dann zu einer höheren Macht, zu Engeln oder zu Geistwesen, mit der Bitte um Erlösung. Dazu möchte ich bemerken, dass uns die Ebene der Engel und auch anderer Geistwesen zugänglich sind, sie sich aber mit der physischen Ebene auf einer Stufe befinden.

Alles Denken, dass wir uns weiterentwickeln oder eine höhere Schwingung anstreben müssen, entspringt dem dreidimensionalen Denken, denn nur dort existieren Bewertungen und Einteilungen   wie höher, niedriger, kleiner, grösser.. usw. Dazu zählt auch die (räumliche) Vorstellung der Trennung von Körper und Seele oder dass die Seele den Körper “bewohnt”.

 

Karma und Wiedergeburt

Die Vorstellung von Karma und Wiedergeburt bot uns die Möglichkeit, aktiv auf unser  Schicksal Einfluss nehmen zu können. Doch auch diese Sichtweise erzeugte eine gewissen Hilflosigkeit, indem wir das, was wir in einem früheren Leben einmal taten so gross machten, dass es auf unser jetziges Leben immer noch einwirken sollte. Weiter gedacht befänden wir uns dadurch aber in einer Abwärtsspirale, denn je älter unsere “Seele”, desto mehr karmisches Gepäck würden wir mit uns herumschleppen oder umso mehr wären wir damit beschäftigt, alte Fehler zu korrigieren.

Eine übergewichtige Frau erwähnte einmal in einem Interview, sie wäre deshalb so gewichtig, weil sie in ihrem letzten Leben eine Hungersnot durchgemacht habe und sich deswegen Reserven angelegt hätte, die in diesem Leben therapieresistent wären. Sie wollten diesen Zustand gerne verändern, bildete jedoch eine passive Haltung aus und setzte sich dabei über den Glaube an die Hierarchie des Karmas selbst einen “Stop”.

 

Trends und Narkotisierung

Die Religionsebene hatte im letzten Jahrhundert bereits an Bedeutung verloren. An ihre Stelle trat die Wissenschaft, die uns ein neues Weltbild vermitteln sollte. Viele von uns sind darauf eingestiegen und haben das alte Gottesbild abgelegt. Ebenfalls in dieser Zeit entstanden Trends, die uns das Gefühl von Gemeinsamkeit gaben. Was alle machten, musste demnach richtig sein, und wurde uns durch die (Massen)Medien erfolgreich vermittelt.

Die Narkotisierung (Alkohol, Fernsehen..) brachte uns dazu, nicht mehr weiter über unser Leben nachzudenken, sondern in einem Zustand des “Seins” zu verharren. Ein positiver Nebeneffekt war, uns dabei selbst wieder mehr zu spüren, anstatt nur zu funktionieren zu müssen. Doch auch diese Zustände waren von Passivität gekennzeichnet, die verhinderten, dass wir uns mit uns selbst konfrontieren.

 

Auswege

Gilt es nun, uns aus diesen ganzen Strukturen zu befreien ? Ja und nein. Nein, weil sich diese Strukturen gerade selbst auflösen und ja, weil wir durch unsere persönliche Einstellung dazu beitragen, dass sie sich auflösen können. Je mehr Menschen sich daran beteiligen, desto leichter wird es denjenigen fallen, die etwas neues tun oder ihr Leben verändern wollen. Sie werden dann immer mehr Spiegelungen im ‘Aussen’ sehen, wie man es anders machen kann und zu bestimmten Zuständen wie Schuld, Erlösung, Klein-machen oder Massentrends keine energetische Verbindung mehr spüren. Weltlich gesehen kommt man dabei in einen Zustand, indem es immer weniger eine Rolle spielt, was Politiker, Wissenschaftler oder religiöse Vorbilder vorgeben, was gut und richtig für uns sei. Dadurch entwickelt sich das eigenständige Denken, was wir dann nutzen können, um unsere eigene Wirklichkeit und Realität zu erfahren. Im neuen Wassermannzeitalter finden wir dazu unendlich viele Möglichkeiten !